Herkunft

Drachenblut zählt zu den Naturharzen. Seine rotbraune Farbe hat ihm seinen Namen eingebracht. In Konsistenz und Farbe erinnert es an Blut. Gewonnen wird es aus verschiedenen Pflanzen und auf verschiedenen Wegen. Zur Unterscheidung dienen in der Regel die lokalen Herkunftsbezeichnungen: Socotrisches Drachenblut kann als die Ursprungsform bezeichnet werden. Auf der sokotrischen Inselgruppe im Indischen Ozean wächst der Drachenbaum, dessen Stamm und Äste angeritzt werden. Anschließend tritt das Harz aus dem Baum aus. Die Ernte muss zügig erfolgen, trocknet der Stoff doch sehr schnell aus. Um ergiebige Menge zu erhalten, wird vornehmlich während der Regenzeit geerntet. Ganz ähnlich zum Socotrischen Drachenblut ist die kanarische Variante. Hier handelt es sich um das Harz der verwandten Baumart Kanarischer Drachenbaum.

Ostindisches Drachenblut stammt dagegen nicht aus Stamm und Ästen eines Baumes, sondern aus der Hülle reifer Früchte der Daemonorops-Pflanze. Es handelt sich um eine Palmengattung, deren Holz oft zur Herstellung von Rattan Verwendung findet.

In anderen tropischen Regionen, u.a. der Karibik, kommen noch weitere Pflanze zur Gewinnung von Drachenblut vor. Bei der heute in Drogerien erhältlichen Substanz handelt es sich meist um die klassische Form aus dem Harz des Drachenbaume.

Anwendung

Drachenblut kann sowohl äußerlich als auch innerlich, aufgelöst in Wasser oder in Tee-Form angewendet werden. Insbesondere im Bereich der Wundheilung wird ihm eine gute Wirkung nachgesagt. Auf die Haut gerieben entfaltet es seine antiseptische Wirkung und lindert auch frische leichte Blutungen. Die peruanischen Ureinwohner setzen es gern als blutstillendes Mittel bei Geburten ein. Auch bei anderen Hauterkrankungen wie Herpes, Schuppen oder Zahnfleischentzündungen kann es äußerlich angewendet werden.

Innerlich soll Drachenblut unter anderem bei Magenschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Verdauungsstörungen, Vulvovaginitis und Magen-Darm-Entzündungen eingenommen werden. In Wasser aufgelöst, reichen einige 10-15 Tropfen Drachenblut 1-3 mal täglich eingenommen aus. Dazu wird Drachenblut eine anti-tumorale, sowie eine verdauungsfördernde Wirkung zugesprochen.

Daneben ist Drachenblut als Rauchwerk erhältlich. In dieser Form wird ihm eine spirituell reinigende Wirkung nachgesagt. Es soll negative Energien auflösen können.

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