Alraune

Früher galt die Alraune als eine der mystischten Pflanzen. Schon in der Antike war sie ein Zaubermittel, ihre Wurzelform kann an die Gestalt des Menschen erinnern. Der giftigen Pflanze wurden empfängnisförderne und auch potenzsteigernde Wirkungen nachgesagt. Laut Hildegard von Bingen sollte der Teufel in der Pflanze selbst wohnen.

Efeu

Efeu wächst nicht ohne irgendwo Halt zu finden, deshalb ist die Pflanze auch Symbol für Treue und Unsterblichkeit. Brautpaare im alten Griechenland erhielten eine Efeupflanze als Symbol ewiger Treue. Im Brauchtum wurde Efeu in der Fastenzeit über dem Herd aufgehangen, um so den Frühling herbei zu locken. In der Andreasnacht, der Nacht zum 30. November, hat man früher Efeu als Orakel verwendet. In eine Schale mit Wasser wurden zwei Efeublätter geworfen, die anzeigten, ob man bald heiraten werde oder nicht. Zwei zusammen schwimmende Blätter kündeten am nächten Morgen von dem freudigen Ereignis, zwei getrennt schwimmende Blätter bedeuteten dagegen, dass eine Hochzeit noch auf sich warten ließ.

Mistel

In der germanischen Mythologie kommt Balder, der Göttersohn von Odin und Frigg, durch einen Mistelzweig ums Leben. Alle Tiere und Pflanzen mussten seiner Mutter Frigg schwören, Balder nichts anzutun. Nur die Mistel wurde übersehen, weil sie so unscheinbar aussah.

Für Druiden war die Mistel eine heilige Pflanze. Sie durfte nicht zu Boden fallen und wurde stets mit einer goldenen Sichel geerntet. Die volkstümliche Bezeichnung der Mistel „Druidenfuß“ oder „Hexenkraut“ deutet auf die mythologische Bedeutung hin. Auch in allen Asterix und Obelix-Comics ist die Mistel essentieller Bestandteil des durch den Druiden Miraculix gebrauten Zaubertranks, der die Verteidigung gegen die Römer erst möglich macht.

In den Vereinigten Staaten ist es heute noch Brauch, dass sich Liebespaare unter dem Mistelzweig zu Weihnachten küssen.

Angeblich war das Kreuz, an dem Christus getötet wurde, aus dem Holz des Mistelbaumes. Aus Scham darüber vertrocknete der Mistelbaum und wurde zur heutigen Mistel, die hoch in den Bäumen wächst und den Menschen Glück und Gutes bringt.

Knoblauch

Dem Knoblauch wurden schon in der Antike beachtliche Wirkungen nachgesagt. Neben Verdauungskrankheiten wurde er auch bei Vergiftungen und Erkältungen zur Heilung eingesetzt. Mit anderen stark riechenden Pflanzen hat er gemein, dass er vor dem Bösen schützen soll und Geister und Dämonen fern hält. Dazu haben die Menschen Knoblauch direkt am Körper getragen.

Auch die Steigerung von Libido und Potenz ist von Alters her bekannt. Die positive Wirkung auf Durchblutung des Körpers, auf Blutfettwerte und Durchlässigkeit der Arterien dürfte mit diesen Wirkungen zusammenhängen.

Kommentiere den Artikel oder setze einen Trackback

Bisher keine Kommentare zum Artikel

  1. Bisher keine Kommentare

Kommentiere den Artikel



Kommentare zu diesem Artikel über RSS 2.0-Feed verfolgen